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Das die Dorfbewohner den Konflikt auf Dauer durchstehen können, hält der Senator allerdings für wenig wahrscheinlich. "Sie haben keinen Einfluss, die Unternehmer können Rechtsanwälte, Geld und Verbindungen bis hoch zu Parlament und Regierung aufbieten." Außerdem glaubt Kraisak, sei das Grundstücksamt "die korrupteste Behörde im ganzen Land". Auch die Regierung in Bangkok versucht, so schnell wie möglich wieder Touristen an die Strände zu locken. Etwas weiter vom Meer entfernt sollen die neuen Hotels von Khao Lak entstehen, wo jetzt noch Tausende von Flüchtlingen in Baracken leben. Wie weit das Vorhaben, die Tourismusregion grosszügiger und durchdachter neu entstehen zu lassen, wirklich umgesetzt wird, steht noch dahin. Auf der Insel Phi Phi zum Beispiel wehren sich Geschäftsleute, die das einstige Ferienparadies vor dem Tsunami mit ihren Booten, Bungalows und Bars in "einen Slum verwandelten" (Senator Kraisak), ihre Grundstücke am Strand aufzugeben und sich Richtung Berge zurückzuziehen. Wie die Fischer an den Stränden sehen auch die Kleinunternehmer hinter dem Projekt nichts als "eine Verschwörung von Beamten, Politikern und Grossinvestoren", die sich die besten Plätze für später reservieren wollen.
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